Keylogger auf Android erkennen: 5 Anzeichen und wie du jedes prüfst
Um einen Keylogger auf Android zu erkennen, prüfe Berechtigungen, nicht Akkuverbrauch oder Ruckeln: Beides hat gewöhnliche Ursachen.
Wenn jemand aus deinem Umfeld ihn installiert haben könnte, lies den Sicherheitsabschnitt, bevor du Einstellungen öffnest, einen Scan startest oder etwas löschst. Sonst sieh nach, welche Apps Bedienungshilfen nutzen, welche Tastaturen aktiviert sind und welche Apps Geräteadministratoren sind, führe Google Play Protect aus und entferne nur Apps, die du nicht zuordnen kannst.
Wie ein Keylogger auf Android mitliest, was du tippst
Wer einen Keylogger erkennen will, muss zuerst wissen, wie er an das herankommt, was du tippst. Ein Keylogger ist ein Programm, das aufzeichnet, was du eingibst; auf einem Handy heißt das: die Bildschirmtastatur.
Ein Hardware-Keylogger ist ein Steckgerät, das zwischen einem Computer und seiner Tastatur sitzt; in diesem Artikel geht es um Software auf dem Handy.
Unter Android kann eine App nicht von selbst lesen, was du in anderen Apps tippst. Sie braucht einen von wenigen Wegen: einen Bedienungshilfen-Dienst, der den Bildschirm lesen und deine Interaktionen mit Apps verfolgen kann; eine Ersatztastatur; oder, für den Inhalt eingehender Nachrichten, Benachrichtigungszugriff.
Wie sie auf ein Handy gelangt
Eine solche App kann auf ein Handy gelangen, wenn jemand das entsperrte Handy in der Hand hat, wenn sie von außerhalb von Google Play stammt oder wenn eine schädliche App dich dazu bringt, eine Einstellung wie Bedienungshilfen einzuschalten.
Ab Android 13 bleiben manche sensiblen Einstellungen, darunter Bedienungshilfen, für einige Apps eingeschränkt, bis du sie freigibst.
Prüfe Berechtigungen so, wie du prüfen würdest, wer einen Schlüssel zu deiner Wohnung hat: Eine App, die du benennen und erklären kannst, ist in Ordnung; bei einer App, die du nicht erklären kannst, fängst du an.
Redaktionelle Persona: Gilbert McNamara ist ein vom Projekt freigegebenes fiktives Expertenprofil, keine unabhängig überprüfte reale Person. Diese Anleitung wurde vom Redaktionsteam verfasst und auf Fakten geprüft; sie ist kein wörtliches Interviewzitat.
Worin sie sich von einer Kindersicherungs-App unterscheidet
Ein Keylogger und Stalkerware unterscheiden sich von einer Kindersicherungs-App weniger durch den Zugriff, den sie nutzen, als dadurch, wessen Handy es ist und ob der Nutzer davon weiß.
Das Überwachen des Handys einer anderen erwachsenen Person ohne deren Einwilligung kann rechtswidrig sein: In den USA etwa schränkt das Bundesgesetz (18 U.S.C. § 2511) das Abfangen der Kommunikation anderer ein, sofern nicht eine der beteiligten Parteien einwilligt, und die Gesetze der einzelnen Staaten unterscheiden sich. Das sind allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung.
Kindersicherungs-Apps, darunter Hoverwatch, nutzen dieselben Arten von Berechtigungen; der legitime Einsatz ist auf deinem eigenen Handy oder dem Handy eines minderjährigen Kindes, das du verwaltest, mit Wissen seines Nutzers.
Unser Leitfaden zu dem, was Überwachungs-Apps erfassen und welche Berechtigungen sie brauchen, behandelt diese Seite. Jeder der genannten Wege braucht eine Berechtigung oder Einstellung, die du sehen kannst, und die Anzeichen unten zeigen, wo.
5 Anzeichen für einen Keylogger auf Android
Sich beobachtet zu fühlen ist beunruhigend; die Prüfungen dauern nur Minuten. Auch eine Warnung von Play Protect oder einer Sicherheits-App ist ein Grund, sie durchzuführen.
Jedes Anzeichen endet mit einem Urteil. Starkes Anzeichen: Es weist auf eine App oder Einstellung hin, die du finden und entfernen kannst. Schwaches Anzeichen: Es kommt auch auf Handys ohne Überwachungs-App vor und sagt dir nur, dass du die Prüfungen durchführen sollst. Grund zum Prüfen, kein Beweis: Es weist auf ein Problem mit deinen Konten oder deinem Handy hin, nicht auf eine App.
Die Menüpfade unterscheiden sich je nach Hersteller und Android-Version; die folgenden sind Beispiele. Wenn jemand aus deinem Umfeld eine App installiert haben könnte, lies „Bevor du etwas löschst“, bevor du diese Einstellungen öffnest.
1. Jemand weiß Dinge, die du nur getippt hast
Was dir auffällt: Jemand wiederholt etwas, das du nur in einer Nachricht oder einer Suche geschrieben hast, oder eines deiner Konten zeigt eine Anmeldung oder Passwortänderung, die nicht von dir stammt.
Was es bedeuten kann: Eine App auf dem Handy liest mit, was du tippst oder an Nachrichten bekommst, oder jemand kennt das Passwort dieses Kontos.
Was es sonst erklärt: dasselbe Google-Konto, angemeldet auf einem Tablet oder Computer, den jemand anderes nutzt, ein Passwort, das du auf mehr als einer Website verwendest, oder eine Wiederherstellungs-E-Mail oder -Telefonnummer, die jemand anderes kontrolliert.
Wo du prüfst: die in deinem Google-Konto angemeldeten Geräte (zum Beispiel Google-Konto > Sicherheit und Anmeldung > Deine Geräte) und die Anmeldeaktivität des betroffenen Kontos; achte auf Geräte und Sitzungen, die du nicht kennst.
Urteil: Grund zum Prüfen, kein Beweis. Führe alle Prüfungen unten durch, aber für sich allein weist es nicht auf eine App hin.
2. Eine App, die du nicht kennst, hat Zugriff auf Bedienungshilfen
Was dir auffällt: ein unbekannter Name in der Liste der Bedienungshilfen-Apps oder -Dienste oder eine dauerhafte Benachrichtigung von einer App, an deren Installation du dich nicht erinnerst.
Was es bedeuten kann: Bedienungshilfen lassen eine App lesen, was auf dem Bildschirm steht, und in deinem Namen mit Apps interagieren, appübergreifend. Wenn du sie für eine App einschaltest, fragt Android, ob sie die volle Kontrolle über dein Gerät erhalten soll, und sagt, dass volle Kontrolle für Apps passt, die bei Bedienungshilfen unterstützen, aber nicht für die meisten Apps. Der Wortlaut kann je nach Android-Version abweichen.
Was es sonst erklärt: Screenreader sind der vorgesehene Einsatz, und Google Play erlaubt auch anderen Apps die Nutzung von Bedienungshilfen, wenn sie das offenlegen, zum Beispiel:
- Passwortmanager
- Launcher
- Virenschutz
- Automatisierungs-Apps
Wo du prüfst: zum Beispiel Einstellungen > Bedienungshilfen auf einem Pixel oder Samsung-Handy; auf einem Samsung-Handy tippst du auf Installierte Apps, um die Liste der von dir installierten Bedienungshilfen-Apps zu sehen. Auf anderen Handys und Versionen kann diese Liste anders heißen.
Urteil: starkes Anzeichen. Eine App, die du nicht benennen kannst und für die Bedienungshilfen eingeschaltet sind, ist das Erste, was du dir ansehen solltest.
3. Eine Tastatur, die du nicht installiert hast, oder eine, die sich geändert hat
Was dir auffällt: eine Tastatur in der Liste der Bildschirmtastaturen, die du nicht hinzugefügt hast, oder deine Standardtastatur wurde auf eine andere umgestellt.
Was es bedeuten kann: Eine Tastatur-App verarbeitet alles, was du über sie eingibst. Nachdem du eine Tastatur installiert hast, wählst du sie in den Systemeinstellungen aus, und sie wirkt im gesamten System, auch wenn du Passwörter eingibst.
Was es sonst erklärt: die Tastatur, die mit deinem Handy kam (Samsung-Tastatur auf Samsung-Handys, Gboard auf manchen anderen), oder eine neue Sprache in der Tastatur, die du ohnehin nutzt.
Wo du prüfst: zum Beispiel Einstellungen > System > Tastatur > Bildschirmtastatur oder Einstellungen > Allgemeine Verwaltung > Tastaturliste und Standard auf einem Samsung-Handy; der Pfad unterscheidet sich je nach Hersteller und Version.
Urteil: starkes Anzeichen, wenn du die Tastatur nicht benennen kannst; eine neue Sprache in deiner üblichen Tastatur ist kein Anzeichen.
4. Geräteadministrator, Benachrichtigungszugriff oder „Unbekannte Apps installieren“ für etwas Unbekanntes eingeschaltet
Was dir auffällt: eine unbekannte App in Einstellungen > Apps ohne Symbol auf dem Startbildschirm oder eine unter Spezieller App-Zugriff:
- Geräteadministrator-Apps
- Benachrichtigungszugriff
- Unbekannte Apps installieren
Was es bedeuten kann: Diese Berechtigungen zeichnen für sich keine Tastenanschläge auf. Eine Überwachungs-App kann sie nutzen:
- um installiert zu bleiben (eine Geräteadministrator-App verhindert eine einfache Deinstallation)
- um den Inhalt eingehender Nachrichten zu lesen (Benachrichtigungszugriff)
- um weitere Apps zu installieren
Was es sonst erklärt: Arbeits- oder Schul-Tools (ein Arbeitsprofil wird von der Organisation verwaltet); ein Browser oder Dateimanager kann „Unbekannte Apps installieren“ nach einem Download von dir behalten. Auch Apps, die mit dem Handy kamen, erscheinen in diesen Listen, und laut Google lassen sich manche davon nicht löschen, nur deaktivieren.
Wo du prüfst: zum Beispiel Einstellungen > Apps > Spezieller App-Zugriff; Name und Ort dieses Menüs unterscheiden sich je nach Hersteller.
Urteil: starkes Anzeichen bei einer App, die du nicht identifizieren kannst; dieselbe Berechtigung bei einer App, die du benennen kannst, ist kein Anzeichen.
5. Akkuverbrauch, Wärme und Datennutzung, die du dir nicht erklären kannst
Was dir auffällt: Der Akku leert sich schneller als früher, das Handy wird warm, wenn du es nicht benutzt, oder die mobile Datennutzung steigt.
Was es bedeuten kann: eine App, die im Hintergrund arbeitet und Daten sendet.
Was es sonst erklärt: ein aktuelles System-Update (laut Google ist es normal, dass der Akku danach etwas schneller leer wird) oder eine ausgelastete heruntergeladene App wie ein Spiel oder eine Video-App. Ein heißes Handy leert den Akku außerdem schneller, auch wenn du es nicht benutzt.
Wo du prüfst: Akkunutzung nach App und Datennutzung nach App, beides in den Einstellungen, zum Beispiel unter Akku und Netzwerk & Internet auf einem Pixel. Am hilfreichsten sind sie, wenn dieselbe unbekannte App in beiden Listen weit oben steht.
Urteil: schwaches Anzeichen; für sich allein weist es nicht auf einen Keylogger hin. Siehe die weiteren Anzeichen dafür, dass ein Handy überwacht wird.
Die Anzeichen im Überblick: Was jedes Anzeichen aussagt
Anzeichen für Android-Überwachung sagen unterschiedlich viel aus:
| Anzeichen | Urteil | Wo du prüfst |
|---|---|---|
| 1. Jemand weiß, was du getippt hast | Grund zum Prüfen, kein Beweis | In deinen Konten angemeldete Geräte |
| 2. Unbekannte App mit Bedienungshilfen | Starkes Anzeichen | Bedienungshilfen, installierte Apps |
| 3. Tastatur, die du nicht installiert hast | Starkes Anzeichen | Liste der Bildschirmtastaturen |
| 4. Unbekannte App mit Geräteadministrator, Benachrichtigungszugriff oder Installationsrechten | Starkes Anzeichen | Spezieller App-Zugriff |
| 5. Akku, Wärme, Daten | Schwaches Anzeichen | Akku- und Datennutzung nach App |
Keylogger auf Android per Scan finden: Was jedes Tool findet und übersieht
Einstellungen zeigen, was eine App darf; ein Scan sucht nach bekanntermaßen schädlichen Apps. Nutze beides; keines von beiden ist ein Freibrief.
Play Protect kann vor einer App warnen, sie ausschalten oder von selbst entfernen, und Sicherheits-Apps bieten womöglich an, sie sofort zu entfernen. Wenn jemand aus deinem Umfeld sie installiert haben könnte, lies deshalb zuerst den Sicherheitsabschnitt unten. Nutze sie in dieser Reihenfolge: Play Protect, dann der abgesicherte Modus, dann eine mobile Sicherheits-App.
Google Play Protect: der Google-Scan
Was es findet: Google Play Protect prüft Apps aus Google Play und durchsucht das Handy nach potenziell schädlichen Apps aus anderen Quellen. Es warnt dich vor ihnen und kann eine schädliche App ausschalten oder entfernen; es kann eine automatisch entfernen und schickt in den meisten Fällen eine Benachrichtigung, dass die App entfernt wurde.
Was es übersieht: Apps, die Googles Richtlinie nicht als schädlich einstuft. Im Stalkerware-Test von AV-Comparatives vom September 2025 erkannte Play Protect 53 % der 17 getesteten Stalkerware-Apps.
Warum: Es beurteilt Apps nach Googles eigener Richtlinie, nicht danach, ob du die App kennst.
Wo: zum Beispiel Google Play Store > Profilsymbol > Play Protect. Wenn der Bildschirm einen Scan anbietet, führe ihn aus.
Sicherheit: Es kann eine App entfernen, ohne zu fragen; lies zuerst den Sicherheitsabschnitt.
Wann nutzen: als Erstes, nach den Berechtigungsprüfungen; ein Ergebnis ohne Warnungen ersetzt sie nicht.
Abgesicherter Modus
Was er findet: Der abgesicherte Modus startet das Handy neu, wobei die von dir heruntergeladenen Apps ausgeschaltet sind. Hört ein Symptom im abgesicherten Modus auf, deutet das auf eine heruntergeladene App hin.
Was er übersieht: Er nennt die App nicht beim Namen.
Warum: Er schaltet heruntergeladene Apps aus; er untersucht sie nicht.
So startest du ihn: Die Tasten unterscheiden sich je nach Hersteller und Modell; die Hilfeseite deines Herstellers listet sie auf. Die Android-Hilfe empfiehlt dann, kürzlich heruntergeladene Apps einzeln zu entfernen und nach jeder normal neu zu starten.
Sicherheit: Eine App hier zu entfernen ist trotzdem ein Entfernen; lies zuerst den Sicherheitsabschnitt.
Wann nutzen: um zu testen, ob eine heruntergeladene App ein Symptom verursacht, und als Hilfe beim Entfernen in Schritt 4 unten.
Eine mobile Sicherheits-App
Was sie findet: Manche mobilen Sicherheits-Apps erkennen Stalkerware und kommerzielle Überwachungs-Apps. Wähle eine seriöse, unabhängig getestete mobile Sicherheits-App aus Google Play.
Was sie übersieht: Die Erkennung unterscheidet sich zwischen Apps und im Lauf der Zeit, daher ist kein Scan-Ergebnis eine Garantie. Im AV-Comparatives-Test vom September 2025 mit 13 Android-Sicherheits-Apps gegen 17 Stalkerware-Apps lag die Erkennung zwischen 53 % und 100 %; das ist ein Ergebnis für diese Stichprobe zu diesem Zeitpunkt.
Warum: Die Erkennung hängt davon ab, welche Apps der Hersteller als Stalkerware oder Überwachungs-Tools eingestuft hat.
Sicherheit: Die meisten Apps in diesem Test empfahlen die sofortige Entfernung, ohne zu erklären, dass dies die Person alarmieren kann, die die App installiert hat; lies den Sicherheitsabschnitt, bevor du zustimmst.
Wann nutzen: als zweite Meinung nach Play Protect.
Bevor du etwas löschst: Wenn jemand aus deinem Umfeld sie installiert haben könnte
Wenn eine Prüfung oder ein Scan eine App gefunden hat und jemand aus deinem Umfeld sie installiert haben könnte, halte hier inne, bevor du sie entfernst oder Passwörter änderst. Der Fund kann beängstigend sein, und der Wunsch, sie sofort loszuwerden, ist verständlich.
Das Entfernen einer Überwachungs-App, ein Scan, der sie entfernt, oder andere wesentliche Änderungen wie das Ändern von Passwörtern oder das Abmelden anderer Sitzungen kann von der Person bemerkt werden, die sie installiert hat oder Zugriff auf deine Konten hat. Die FTC warnt, dass ein Täter, der dich mit Stalkerware überwacht, seine Gewalt steigern kann, wenn er vermutet, dass du ihm den Zugriff auf dein Handy abschneidest.
Behandle das, was du gefunden hast, zunächst als Information. Eine Aufzeichnung, bevor sich etwas ändert, hält deine Optionen offen, ob du die App jetzt entfernst, später oder mit Hilfe einer Beratungsstelle.
Redaktionelle Persona: Betty Mitchell ist ein vom Projekt freigegebenes fiktives Expertenprofil, keine unabhängig überprüfte reale Person. Diese Anleitung wurde vom Redaktionsteam verfasst und auf Fakten geprüft; sie ist kein wörtliches Interviewzitat.
Notiere vor jeder Änderung, was du gefunden hast: den Namen der App, welche Berechtigungen sie hat und das Datum. Ein Foto des Bildschirms, mit einem anderen Gerät aufgenommen, funktioniert. Bewahre die Notiz dort auf, wo die andere Person nicht herankommt, und tippe sie nicht in das Handy ein, das du prüfst.
Plane von einem Gerät aus, auf das die andere Person keinen Zugriff hatte. Die National Domestic Violence Hotline hilft bei der Sicherheitsplanung, und die Coalition Against Stalkerware bietet Orientierung und eine Liste von Hilfsorganisationen.
Bist du in unmittelbarer Gefahr, ruf in den USA die 911 an oder wähle deine örtliche Notrufnummer. Wenn es sicher ist weiterzumachen, entferne die App in der Reihenfolge unten.
So entfernst du einen Keylogger von Android, Schritt für Schritt
Wenn jemand aus deinem Umfeld die App installiert haben könnte, lies „Bevor du etwas löschst“, bevor du anfängst. Sonst arbeite diese Schritte der Reihe nach ab; jeder sagt dir, was er nicht behebt.
- Die App identifizieren. Notiere ihren Namen und die Berechtigungen, die sie hat, zum Beispiel in Einstellungen > Apps > die App > Berechtigungen, und finde heraus, was sie ist. Eine App deines Handyherstellers oder ein Tool, das du nutzt, bleibt. Ein Arbeits- oder Schulprofil oder eine App, die dein Arbeitgeber oder deine Schule installiert hat, bleibt ebenfalls; aus unserer Sicht sprichst du sie dort an, statt sie zu entfernen. Behebt nicht: noch nichts; es liefert dir, was die nächsten Schritte brauchen.
- Ihren Zugriff ausschalten. Schalte den Bedienungshilfen-Zugriff der App und ihren Benachrichtigungszugriff aus. Behebt nicht: Die App ist weiter installiert.
- Tastaturen wechseln. Wechsle zur Tastatur, die mit deinem Handy kam, und entferne die zusätzliche Tastatur. Behebt nicht: anderen Zugriff, den die App noch haben kann.
- Geräteadministrator entfernen, dann deinstallieren. Entferne ihre Geräteadministrator-Rechte unter Spezieller App-Zugriff und deinstalliere sie dann. Ist Deinstallieren ausgegraut, ist der Geräteadministrator womöglich noch aktiv. Wehrt sich die App oder kommt sie zurück, starte im abgesicherten Modus neu und versuche dort, sie zu deinstallieren; die Samsung-Hilfe beschreibt das Entfernen von Apps im abgesicherten Modus, die Pixel-Hilfe von Google das Entfernen nach einem normalen Neustart. Behebt nicht: alles, was vor dem Entfernen getippt wurde.
- Scannen und aktualisieren. Führe Play Protect erneut aus und installiere ausstehende Android- und Sicherheits-Updates. Behebt nicht: bereits erfasste Passwörter.
- Zurücksetzen, wenn du sie nicht entfernen kannst. Lässt sich die App nicht entfernen oder du kannst nicht sagen, was sie war:
- Sichere Fotos und Kontakte (keine App-Backups).
- Setze das Handy dann auf die Werkseinstellungen zurück.
- Richte es als neu ein.
Behebt nicht: Konten, deren Passwörter bereits erfasst wurden.
- Passwörter von einem anderen Gerät aus ändern.
- Ändere die Passwörter, die du auf diesem Handy getippt hast, von einem anderen, vertrauenswürdigen Gerät aus, beginnend mit deinem Google-Konto und deiner E-Mail, dann Onlinebanking. Tu das nach Schritt 5, wenn du eine App entfernt hast, die du identifizieren konntest; bist du nicht sicher, nach dem Zurücksetzen in Schritt 6.
- Melde dich von anderen Sitzungen ab.
- Schalte die Bestätigung in zwei Schritten ein.
Behebt nicht: eine App, die noch auf dem Handy ist, weshalb dieser Schritt zuletzt kommt.
Das Löschen des Symbols einer App vom Startbildschirm entfernt die App nicht: Auf einem Pixel nimmt „Entfernen“ eine App nur von deinem Startbildschirm, während „Deinstallieren“ sie von deinem Gerät nimmt.
Was als Nächstes zu tun ist, je nachdem, was du gefunden hast
Wähle den Fall, der passt.
- Nichts gefunden, aber der Zweifel bleibt: Wiederhole die Prüfung von Bedienungshilfen und Tastaturen in ein paar Wochen und sieh dir erneut die Anmeldungen bei deinen Konten an.
- Du hast etwas entfernt: Unser Leitfaden, wie du dein Handy nach einer Bereinigung geschützt hältst, behandelt Updates, App-Quellen und Konten.
- Du bist Elternteil und prüfst das Handy eines Kindes: Siehe den Leitfaden für Eltern zu versteckten Apps auf dem Handy eines Kindes.
- Jemand aus deinem Umfeld könnte beteiligt sein: Gehe zurück zu „Bevor du etwas löschst“, bevor du irgendetwas anderes änderst.
Aus unserer Sicht gilt: Wenn du einen Keylogger auf Android erkennen willst, fang heute mit den Listen der Bedienungshilfen und Tastaturen an.
FAQ: Fragen, die Android-Nutzer wirklich gestellt haben
-
Nicht unbedingt. Eine Warnung, die eine App mit Zugriff auf Bedienungshilfen nennt, ist ein Grund zum Nachsehen, kein Beweis: Passwortmanager, Launcher, Virenschutz und Automatisierungs-Apps haben ihn aus gewöhnlichen Gründen, und Google Play erlaubt ihn bei Offenlegung. Sieh nach, welche App gewarnt hat und welche App oder Einstellung sie genannt hat. Nannte sie eine App, die du kennst und nutzt, erklärt das die Warnung. Nannte sie eine, die du nicht zuordnen kannst, oder keine, führe die Prüfungen von Bedienungshilfen und Tastaturen aus den Anzeichen oben durch.
-
Möglich ist es, aber du kannst es nicht voraussetzen. Laut der Coalition Against Stalkerware braucht Stalkerware meist physischen Zugriff auf das Handy und eine Möglichkeit, es zu entsperren; wer also dein Handy und deinen Entsperrcode hatte, könnte eine App installieren und ihre Berechtigungen einschalten. Ohne den Code ist das meist deutlich schwieriger. Manche Hersteller bieten einen Modus für Reparaturen, etwa den Wartungsmodus auf unterstützten Samsung-Handys und den Reparaturmodus auf unterstützten Pixel-Handys, der deine persönlichen Daten außer Reichweite halten kann, solange das Handy weg ist. Führe nach jeder Reparatur dieselben Prüfungen durch: Bedienungshilfen, Tastaturen und Spezieller App-Zugriff.
-
Bei einer App, die Eingaben aufzeichnet, kann ein Zurücksetzen genügen: Es löscht die Apps auf dem Handy, und laut FTC kann ein vollständiges Zurücksetzen Stalkerware entfernen. Eine Garantie ist es nicht, und die Coalition Against Stalkerware hält den Kauf eines neuen Handys für die wirksamste Option. Zwei Dinge können sie zurückbringen: das Wiederherstellen von Apps aus einem Backup der alten Einrichtung und das Beibehalten von Passwörtern, die vorher erfasst wurden. Richte das Handy als neu ein, installiere Apps aus Google Play und ändere die Passwörter von einem anderen Gerät aus.
-
Unter Android ist die Tastatur selbst eine App, deshalb kommt der Schutz eher davon, welchen Tastaturen und Apps du vertraust, als von einer separaten Anti-Keylogger-App. Lass nur eine Tastatur aktiviert, die du kennst, etwa die, die mit deinem Handy kam, prüfe die Liste der Bedienungshilfen auf Apps, die du nicht erklären kannst, und lass Play Protect an. Die Autofill-Funktion eines Passwortmanagers kann Login-Felder ausfüllen, sodass du weniger tippst. Die Bestätigung in zwei Schritten (Zwei-Faktor-Authentifizierung) bei Bank und E-Mail legt eine Schicht darüber, falls ein Passwort gestohlen wird. Aus unserer Sicht braucht es dafür keine eigene App-Kategorie.
-
Vielleicht, vielleicht auch nicht. Manche Sicherheits-Apps markieren kommerzielle Überwachungs-Apps als Stalkerware, andere nicht; in unabhängigen Tests unterschied sich die Erkennung zwischen den Produkten. Ein leeres Ergebnis klärt es also nicht. Prüfe die Listen selbst: Bedienungshilfen, die Bildschirmtastaturen und Spezieller App-Zugriff. Die Regeln von Google Play verlangen von dort angebotenen Überwachungs-Apps eine dauerhafte Benachrichtigung und ein eigenes Symbol; das sind Regeln für in Google Play veröffentlichte Apps, eine von anderswo installierte App fällt also nicht darunter. Wenn jemand aus deinem Umfeld sie installiert haben könnte, lies zuerst „Bevor du etwas löschst“.
Alle Informationen in diesem Artikel dienen ausschließlich Informationszwecken.
Das könnte dich auch interessieren
Datenschutz & Sicherheit
Datenschutz & Sicherheit
Datenschutz & Sicherheit
Datenschutz & Sicherheit
Datenschutz & Sicherheit
Anleitungen & RatgeberDrei Wege
Eine Android-App kann von allein nicht lesen, was du in anderen Apps tippst; sie braucht einen Bedienungshilfen-Dienst, eine Ersatztastatur oder Benachrichtigungszugriff.
Die Urteile lesen
Ein starkes Anzeichen weist auf eine App oder Einstellung hin, die du finden und entfernen kannst; ein schwaches ist auch auf Handys ohne Überwachungs-App üblich.
Sitzungen prüfen
Prüfe die in deinem Google-Konto angemeldeten Geräte und die Anmeldeaktivität des Kontos auf ein Gerät oder eine Sitzung, die du nicht kennst.
Warnung: Vollzugriff
Wenn du Bedienungshilfen einschaltest, fragt Android, ob die App die volle Kontrolle über dein Gerät erhalten soll; das passt zu Bedienungshilfen, aber nicht zu den meisten Apps.
Eine Tastatur, die du kennst
Eine Tastatur, die du auswählst, wirkt im ganzen System, auch bei Passwörtern; eine in der Liste, die du nicht benennen kannst, verdient einen genaueren Blick.
Berechtigungen, die beim Bleiben helfen
Diese Berechtigungen zeichnen keine Tastenanschläge auf; eine Überwachungs-App kann sie aber nutzen, um installiert zu bleiben, den Inhalt eingehender Nachrichten zu lesen oder weitere Apps zu installieren.
Beide Listen vergleichen
Akku- und Datenverbrauch nach App helfen am meisten zusammen: Achte darauf, ob dieselbe unbekannte App in beiden Listen in den Einstellungen weit oben steht.
Drei starke Anzeichen
Drei der fünf Anzeichen sind stark und weisen auf eine App oder Einstellung hin, die du finden kannst; die anderen zwei verlangen nur weitere Prüfungen.
Beides nutzen
Einstellungen zeigen, was eine App darf; ein Scan sucht nach bekanntermaßen schädlichen Apps. Nutze beides; keines von beiden ist ein Freibrief.
Erst notieren
Notiere vor jeder Änderung den Namen der App, ihre Berechtigungen und das Datum, und bewahre die Notiz dort auf, wo die andere Person nicht herankommt.
Passwörter zuletzt
Passwörter, die du vor dem Entfernen getippt hast, sind weiter gefährdet; ändere sie von einem anderen, vertrauenswürdigen Gerät aus, beginnend mit Google-Konto und E-Mail.
Weiter prüfen
Wenn nichts auftauchte, der Zweifel aber bleibt, wiederhole die Prüfung von Bedienungshilfen und Tastaturen in ein paar Wochen und sieh dir erneut die Anmeldungen bei deinen Konten an.
